Anlässlich einer Anfrage der WirtschaftsWoche zu den Auswirkungen des Iran-Krieges auf das Gastgewerbe erklärte DEHOGA-Hauptgeschäftsführerin Jana Schimke am 14. April 2026:
„Die wirtschaftliche Lage in der Branche ist und bleibt angespannt. Im Januar 2026 lag der reale Umsatz laut amtlicher Statistik 4,4 Prozent unter dem Vorjahr und rund 20 Prozent unter dem Vorkrisenniveau, besonders das Gaststättengewerbe steht unter Druck.
Sinkende Umsätze treffen auf massiv steigende Kosten – beim Personal (fast 40 Prozent mehr seit 2019), bei Energie und Lebensmitteln (bis +35 Prozent ggü. Januar 2022). Der Krieg im Nahen Osten verschärft die Situation zusätzlich. Gäste reagieren zurückhaltender, buchen kurzfristiger und achten stärker auf den Preis. Viele Betriebe arbeiten am Limit. Die Insolvenzzahlen im Gastgewerbe sind deutlich stärker gestiegen als in der Gesamtwirtschaft.
Klar ist: Kurzfristige Einzelmaßnahmen reichen nicht. Was wir jetzt brauchen, sind mutige strukturelle Reformen, um Betriebe zu entlasten und endlich aus dem Krisenmodus herauszukommen.“